Beziehungsfreude durch Dunstan-Babysprache

Willkommen zu meinem ersten Blogbeitrag!

Meine Homepage https://beziehungsfreude.de präsentiert beziehungsfördernde Angebote für die wohl früheste und vielleicht auch innigste sowie wichtigste Beziehung. Die Beziehung zu deinem Kind / deinen Kindern. Dabei ist es egal, ob es dein leibliches Kind, dein Pflegekind, dein Adoptivkind, dein Bonuskind ist. Warum und wie zum Beispiel die Dunstan-Babysprache beziehungsfördernd ist, erläutere ich dir heute hier in diesem Beitrag.

Zunächst einmal, was ist eine Beziehung?

Beziehungen entstehen durch zuallererst durch ein Aufeinandertreffen zweier Individuen. Das muss nicht im realen Leben geschehen. Es kann sein, dass du jemanden nur vom Telefon oder aus dem Internet kennst, und trotzdem handelt es sich um eine Beziehung, sobald du mit anderen Menschen in Kontakt kommst. Manchmal wird eine Beziehung vertieft und manchmal bleibt es bei einer gemeinsamen Interaktion. Beziehung heißt, sich auf jemanden oder etwas zu beziehen oder auch einen Bezug zu jemanden zu haben. Das können Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede sein. Beziehung ist ein wechselseitiges Verhältnis und entsprechend eine Verbindung zu einer Person.

Wenn Babys geboren werden, kommen sie mit dem Bedürfnis nach Bindung auf diese Welt. Sie brauchen eine Bezugsperson, die auf die Bedürfnisse eingeht und sich kümmert. Babys beziehen sich also auf eine Person und es braucht eine Person, die sich auf diese Bindung / Beziehung einlässt. Sich auf einen anderen Menschen einzulassen, braucht Bereitschaft. Bereitschaft, da zu sein. Bereitschaft, zuzuhören. Bereitschaft zur Kooperation. Diese Bereitschaft ist eine Entscheidung. Jeder Mensch kann jederzeit entscheiden, ob er die Bereitschaft hat, sich auf eine andere Person einzulassen und demzufolge eine Beziehung einzugehen und entsprechend zu stärken.

Babys bringen neben dem Bedürfnis nach Bindung eine Menge an Kompetenzen mit. Abgesehen von der genetischen Niedlichkeit, die alle anderen Menschen dazu veranlasst, sich unbedingt diesem kleinen Wesen zu widmen, es hochnehmen und liebhaben zu wollen…

Babys kommunizieren. Sie machen auf sich aufmerksam. Du kannst die Beziehung zu deinem Baby vom ersten Lebenstag an stärken und vertiefen. Mit deiner Bereitschaft, deinem Baby zuzuhören (was es dir zu sagen hat) und natürlich genau darauf zu reagieren und entsprechend die Bedürfnisse zu erfüllen.

Der Zaubertrick mit der Dunstan-Babysprache!

Hä? Was ist das denn? Seit 2017 höre ich, was Babys sagen 😉 Klingt albern? Ist aber so. Gemeinsam mit vielen anderen Kursleitern, vermittle ich Schwangeren und frisch gebackenen Eltern die Dunstan-Babysprache. Erst diese Woche wieder habe ich von drei Müttern das Feedback bekommen, dass sie Dank der Dunstan-Babysprache viel leichter auf die Bedürfnisse reagieren konnten, einfach weil sie ihr Baby verstanden.

Zuhören ist also ein wichtiges Element in Beziehungen ganz allgemein – warum also nicht bei deinem Baby anfangen. Babygeschrei lässt uns verzweifeln – niemand mag es, wenn Babys weinen, und wir versuchen ALLES, um es irgendwie zu beruhigen. Das Weinen eines Babys ist letztlich nur der Versuch, seine Bedürfnisse mitzuteilen. Entscheide dich, bewusst zuzuhören und sei interessiert am Bedürfnis, welches sich hinter dem Babylaut versteckt. Es ist eben nicht immer nur das Stillen oder Schuckeln im Arm…

Übrigens, jeder kann die Dunstan-Babysprache lernen! Es ist nicht allzu schwierig, die Laute herauszuhören und zu erkennen. Mit der Dunstan-Babysprache hörst du ganz gezielt das Bedürfnis deines Babys und kannst schnell darauf eingehen. Das stärkt natürlich das Vertrauen deines Babys, dass es gehört und verstanden wird. Gleichzeitig stärkt dieses Vertrauen euere Bindung und entsprechend die Beziehung.

Im ersten Moment scheint es so, als ob die Bezugsperson und das Baby gleichermaßen davon profitieren. Dennoch schauen wir uns das Szenario genauer an.

Du hast also die Dunstan-Babysprache gelernt, dann kann das so aussehen:

  1. Dein Baby ist unzufrieden, es weint
  2. Du als Bezugsperson hörst zu
  3. Du verstehst auf Anhieb dein Baby, weißt also welches Bedürfnis da gerade kommuniziert wird
  4. Du befriedigst das Bedürfnis
  5. Dein Baby wird ruhig und zufrieden
  6. Du hast ein ruhiges Baby und bist ebenfalls zufrieden

Was jedoch öfter vorkommt – zumindest am Anfang in der Kennenlernphase:

  1. Dein Baby ist unzufrieden und weint
  2. Du als Bezugsperson gehst die Bedürfnisse durch (müde, hunger, Windel…) und eigentlich passt irgendwie nix davon, weil du gerade all das vor 10 Minuten erledigt hast
  3. Dein Baby wird lauter und du versuchst es noch einmal mit dem Stillen – doch dein Baby will nicht trinken.
  4. Du nimmst dein Baby hoch und schuckelst es, um es zu beruhigen, es weint jedoch weiter und wird lauter und verzweifelter.
  5. Du wirst langsam ebenfalls unruhig und wünschst dir, dein Baby könnte dir einfach sagen, was jetzt gerade los ist.
  6. Irgendwann, nach X Versuchen, seid ihr beide verzweifelt

Es ist für Baby und Bezugsperson unheimlich frustrierend. Das Baby gibt sein bestes, dir zu sagen, was es gerade braucht und du gibst dein Bestes, es zu verstehen.

Gedankenexperiment, so fühlt sich dein Baby:
Stelle dir vor, du wirst nicht verstanden. Du bist vielleicht in einem fremden Land, kannst die Sprache nicht und völlig verzweifelt auf der Suche nach jemandem, der dir helfen kann, z.Bsp. etwas zu Essen zu bekommen. Du sagst wieder und wieder „Hunger / Essen“. Die Person versteht dich aber einfach nicht. Irgendwann wirst du wahrscheinlich furchtbar wütend, weil dich einfach niemand versteht. Du wirst lauter (vermeintlich deutlich mit Händen und Füßen!) und dann kommen die Tränen. Tränen der Wut, Tränen der Verzweiflung, Tränen der Trauer… Vor lauter Erschöpfung rollst du dich einfach irgendwo zusammen, wirst ruhig und schläfst vielleicht sogar ein. Wenn du aufwachst, versuchst du es wieder. Und wieder versteht dich niemand…

Nun stell dir vor, dass dort jemand ist, der versteht, was dein Bedürfnis ist. Der versteht, dass du etwas essen möchtest. Du musst nicht pausenlos wiederholen, was du brauchst, du sagst es einmal, vielleicht auch ein zweites Mal etwas deutlicher und lauter, aber du wirst verstanden und dir wird etwas zu Essen angeboten. Du brauchst nicht wütend zu werden und der Frust bleibt aus.

Das gleiche passiert mit Babys, die sich verstanden fühlen und auf deren Bedürfnisse eingegangen wird. Sie sind zufriedener und weinen/schreien weniger. Die Beziehung zur Bezugsperson wird gestärkt und die Bindung entsprechend gefestigt. Babys entwickeln ihr Vertrauen in die Bezugsperson weiter. Sie wissen einfach, dass da jemand ist, der sich kümmert und zuhört. Jemand, der die Bedürfnisse hört und diese dann auch befriedigt.

Natürlich haben Eltern und ihre Kinder von Anfang an eine Beziehung zueinander. Dennoch braucht es Zeit, Geduld, Vertrauen und Zuversicht, dass die Beziehung weiter wächst. Dass ihr ein inniges, vertrauensvolles Verhältnis miteinander habt. Auch für Babys gilt, eine Beziehung entwickelt sich und ihr müsst euch kennenlernen. Welchen Charakter bringt dein Kind mit? Ist es sensibel, ist es genügsam, ist es fordernd? Egal wer da zu dir ins Leben huscht – ihr müsst euch kennenlernen, um einander zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und die Beziehung zu stärken. Das ist ein Prozess. Und diesen Prozess kannst du bereits von Anfang an mit der Dunstan-Babysprache unterstützen!

Wenn du Fragen hast oder wenn auch du schon Erfahrungen mit der Dunstan-Babysprache machen konntest, dann kommentiere gerne hier unter dem Beitrag.

Ps.: Du bist gerade schwanger oder hast ein neugeborenes Baby? Dann sichere dir einen Rabatt für den Online-Kurs! Auf meiner Homepage findest du unter der Rubrik Dunstan-Babysprache weitere Informationen.

Ein Kommentar

  1. Pingback:Beziehungsfreude durch Tragen – Blog von Beziehungsfreude

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